Arbeitnehmer radeln voran

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung wurde von der AOK und vom ADFC als „fahrradaktivstes Unternehmen“ im Land ausgezeichnet

Bastian Maaß (l.),WSV, Thomas Thode, DezernatsleiterWSV, AOK Landesdirektor Thomas Haeger, Olav Drevs, AOK und Carsten Massau, ADFC Landes-GF. © PA

Klimawandel, Feinstaubbelastung und Bewegungsmangel - es gibt viele gute Gründe, das Auto öfter mal stehen zu lassen und aufs Fahrrad umzusatteln. Einen Anreiz dazu liefern die AOK und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) jährlich mit ihrem Wettbewerb „Mit dem Rad zur Arbeit“.

Auszeichnung zum fahrradaktivsten Unternehmen

Nachdem die Urkunde für das fahrradaktivste Unternehmen im vergangenen Jahr an die Schwartauer Werke ging, durften sich jetzt die Mitarbeiter der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes freuen. „Die Auszeichnung motiviert uns darin, die Gesundheit unserer Beschäftigten weiter zu fördern. Wie produktiv Radfahren ist, beweist Albert Einstein, dem seine Relativitätstheorie auf dem Fahrrad einfiel. Das ist eine prima Motivation“, sagte Karsten Thode vom WSV im Rahmen der Preisverleihung am Standort in Kiel. Der Dezernatsleiter tritt übrigens regelmäßig selber in die Pedale seines Faltrades.

Radler aus 2000 Unternehmen

An der landesweiten Mitmachaktion beteiligten sich knapp 3600 Einzelteilnehmer aus etwa 2000 Betrieben. Sie radelten von Mai bis August über 1,2 Millionen Kilometer. Das entspricht fast einer 32-maligen Erdumrundung. So sparten sie im Vergleich zur Fahrt mit dem Auto rund 197 Tonnen CO2 ein und verbrauchten dabei mehr als 29,5 Millionen Kalorien. „Uns ist es auch in diesem Jahr gelungen, das Fahrrad noch stärker in den Alltag einzubinden und die Menschen im Land zu mehr Fitness und Ausdauer zu motivieren“, sagte AOK-Landesdirektor Thomas Haeger über die gelungene Aktion, die unter der Schirmherrschaft des Landes-Verkehrsministeriums stand.

Mit dem Fahrrad zur Arbeit

Von den zahlreichen Einzelteilnehmern berichtete Bastian Maaß vom WSV in Kiel-Holtenau, warum er sich an der Aktion beteiligte. „Ich bin täglich von zu Hause 14 Kilometer zu meiner Arbeit und wieder zurück geradelt. Es war mein eigenes tolles Fitnessprogramm - auch wenn ich an so manchem Morgen den inneren Schweinehund überwinden musste.“ Der Kieler radelte an 53 Tagen insgesamt 1510 Kilometer mit dem Drahtesel zur Arbeit.

Radeln für die Umwelt

Auf einen Nachahmungseffekt hofft der ADFC Schleswig-Holstein. „Es wäre toll, wenn es uns gelingt, dass künftig noch mehr Arbeitnehmer ihr Auto stehen lassen und auf das Fahrrad umsteigen. Die Umwelt bliebe dann von einer Menge Feinstaub und Abgasen verschont, die auf Kurzstrecken besonders stark ausgestoßen werden“, sagte ADFC-Landesgeschäftsführer Carsten Massau und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu. „Schleswig-Holstein bietet mit seinem stetigen Gegenwind außerdem einen super Trainingseffekt.“

Weitere relevante Themen

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung wurde von der AOK und vom ADFC als „fahrradaktivstes Unternehmen“ im Land ausgezeichnet

Weiterlesen

Schmerzhafte Verhärtungen können durch sportliche Aktivitäten mit der Faszien-Rolle gelöst werden

Weiterlesen

Herkömmliche Strategien gegen Rücken- und andere Muskelbeschwerden

Weiterlesen

Im neuen Jahr wollen sich viele Menschen mehr bewegen. Folgt man einigen Regeln klappt das auch in den Wintermonaten.

Weiterlesen