Verbrennungen bei Kindern

Bei Verbrühungen sollten Eltern mit ihrem Kind besser zum Arzt gehen

Gerade in der Weihnachtszeit, wenn viele Kerzen in der Wohnung sind, ist das Risiko sich zu verbrennen für Kinder höher. © ERWIN WODICKA / FOTOLIA

Gerade im Advent, wenn Kerzen oder Heißgetränke auf dem Tisch stehen, steigt für Kinder das Risiko für Verbrühungen und Verbrennungen. Auch wenn sich manche Verletzung als harmlos entpuppt, rät die Barmer zur Vorsicht.

Ein Arztbesuch ist ratsam

„Eltern sollten immer einen Arzt aufsuchen, wenn sich das Kind verbrannt hat. Bei Kleinkindern ist die Haut besonders dünn und kann leicht geschädigt werden“, sagt die Dermatologin Dr. Uta Petzold.

Verbrühungen vermeiden

Bereits eine Tasse mit heißem Tee könne schwere Verbrühungen hervorrufen. Daher solle man Behälter mit heißen Flüssigkeiten in die Mitte des Tisches stellen und auf herabhängende Tischdecken verzichten.

Verbrennung bei Kindern: Erste Hilfe

Wie Eltern bei einer Verbrennung des Kinders reagieren sollten, hängt von deren Schwere ab. „Bei einer Verbrennung ersten Grades ist die Haut gerötet, geschwollen und schmerzt. Man sollte betroffene Partien unter fließendem Wasser in Zimmertemperatur mindestens zehn Minuten lang kühlen. Anschließend können feuchte Umschläge helfen“, sagt Petzold. Von Coolpacks oder Eiswürfeln rät sie ab, da zu große Kälte das Gewebe weiter schädigen könne. Verbrennungen zweiten Grades führen zur Blasenbildung und stärkeren Schmerzen. „Brandblasen sollte man nicht in Eigenregie öffnen, denn dadurch steigt die Infektionsgefahr. Hausmittel wie Mehl, Puder oder Cremes sind fehl am Platz, da diese die Beurteilung der Wunde durch den Arzt erschweren“, erklärt Petzold. Ab Grad drei spreche man von schweren Verbrennungen, bei denen das Gewebe irreversibel geschädigt sei. Eltern müssten sofort den Rettungsdienst verständigen.

Lebensgefahr bei Verbrennungen ist bei Kindern höher

Ein Kind könne bereits einen lebensbedrohlichen Kreislauf-Schock bekommen, wenn fünf Prozent des Körpers eine Verbrennung zweiten oder dritten Grades aufweisen. Die kritische Fläche sei schnell erreicht, so Petzold. Demnach machten bei einem Kleinkind der Arm, der obere und untere Rücken sowie Brust und Bauch jeweils neun Prozent der Körperoberfläche aus. Das Bein entspreche 14 Prozent und der Kopf 18 Prozent.

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